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Mit «The Unyielding Season» legen WINTERFYLLETH ihr neuntes Album vor. Während der Vorgänger noch Schatten am Horizont warf, brennt dieses Album vor Unmittelbarkeit. Es ist im atmosphärischen Black Metal verwurzelt, atmet jedoch erzählerische Absicht und kanalisiert sowohl historische Bilder als auch moderne Unruhen zu etwas zutiefst Bewegendem.
Das zweite Album der "geschassten" Donnermütter kommt bedeutend mehr auf den Punkt als das eher "farblose" Debüt-Album «Phoenix». Was noch immer auffällt ist, dass Mona Lindgren sicherlich eine gute Gitarristin ist, aber mit den kernigen Riffs von Filippa (Thundermother) noch immer nicht konkurrenzieren kann.
Eine Entschuldigung möchte ich schon jetzt in Richtung Österreich senden, denn diese Review von VISIONS OF ATLANTIS wird nicht nur positiv ausfallen. Dabei ist das Konzept eigentlich interessant. Im Prinzip hat man es hier mit dem 2024er Album «Pirates II – Armada» in einer anderen Version zu tun, denn man hat die Gesangs-Spuren mit einer Vielzahl an Orchester-Instrumenten ersetzt. Als Flötist konnte man Sandro Friedrich gewinnen und für die Violine ist Fabio Polo von Elvenking zuständig.
Der Einstieg in das zwölfte Studio-Albums der amerikanischen Thrash-Helden Exodus beginnt mit einem Intro, das auch gut von Anthrax stammen könnte. Sobald aber die Stimme des zurückgekehrten Rob Dukes (er ersetzte leider erneut Steve "Zetro" Souza) einsetzt, ist klar, dass die Jungs mit dessen angepissten Art auf einem gefährlichen und glühenden Weg unterwegs sind.
Drei Jahre nach dem Debüt-Album liegt mit «Angus McSix And The All-Seeing Astral Eye» das zweite Album der jungen Band vor. Die Wurzeln des Produzenten und der Musiker sind unverkennbar, respektive so höre auch für mich Orden Ogan, Gloryhammer wie auch Elemente von Beast in Black gut heraus.
Wie ich unseren Cheffe dazu bringen konnte, mir ausgerechnet diese Scheibe von EYE OF MELIAN zur Review zu geben, werden sich einige Schwermetaller wohl fragen. Ich könnte nun argumentieren, dass hier Leute aus dem Delain-Umfeld mitwirken, dass es sogar ein Cover von Bruce Dickinson (Iron Maiden) gibt, dass ein starker Teil des Projekts aus Finnland kommt (zumindest die Stimme und die orchestrale Handschrift), dass es bei Napalm erscheint - und dass sich das Ganze thematisch um eine nahezu göttergleiche Gestalt aus Tolkiens Legendarium dreht: Melian, die Maia.
POWERWOLF braucht man an dieser Stelle nicht mehr vorzustellen, denn jeder kennt sie: all jene, die sie anbeten und auch jene, die sie Kacke finden.
Mein Interesse an Symphonic Metal hat bekanntlich stark abgenommen, weil Nightwish plötzlich keine eingängigen Songs mehr hinbekommen und Within Temptation sowie Ad Infinitum in moderne Gefilde vorgedrungen sind. Bisher habe ich eigentlich nur Visions Of Atlantis und Leaves' Eyes noch die Stange gehalten, doch dabei vergesse ich glatt, dass es da ja noch eine Band aus Schweden gibt, die seit mittlerweile 38 Jahren immer für feinste Qualität bürgt. Aber irgendwie zähle ich THERION immer noch zum Death Metal, auch wenn das natürlich längst anders und keine Ahnung, wieso das so ist.
Mit «Opvs Noir Vol. 2» setzen LORD OF THE LOST den Kurs fort, den sie mit dem ersten Teil ihrer Trilogie eingeschlagen haben. Doch dieser zweite Part wirkt weniger dringlich und letztendlich auch weniger packend. Der melancholische Rahmen ist derselbe, doch die schärferen Kontraste und Spannungs-Momente, die Vol. 1 gelegentlich beflügelt haben, fehlen hier weitgehend. Alles klingt hier sorgfältig geplant, makellos produziert und bewusst zugänglich.
Das letzte Mal, als ich Wiegenlieder hörte, war meine Tochter noch ein Toddler. Damals kaufte ich eine Metallica-Wiegenlieder-CD, in der Hoffnung, dass sie so wie ich ein Metalhead wird und mit mir dann mal ins Z7 an Konzerte gehen wird. Jetzt, Jahre später, bin ich wieder bei Wiegenliedern angelangt – allerdings sind diese von Untergangsstimmung und Schatten umhüllt. "Lullaby…, lullaby…"